PARODONTOLOGIE

Parodontalerkrankungen sind weit verbreitet. Unter den Erwachsenen leiden rund 53 % unter mittelschweren und 21 % unter schweren Formen der Parodontitis (4. Deutsche Mundgesundheitsstudie 2006). Oft wird die Erkrankung erst dann bemerkt, wenn bereits ein großer Teil des Zahnhalteapparates zerstört ist. Sichtbare Folgen sind dann z.B. ein Rückgang des Zahnfleisches, „verlängerte“ Zähne oder gelockerte Zähne.
Zunehmend werden auch direkte und indirekte Zusammenhänge mit verschiedenen internistischen Allgemeinerkrankungen erforscht, wie z.B. Diabetes und Arteriosklerose.
Ein frühzeitiges Eingreifen verbessert auch hier die Heilungschancen und hilft, weitere Folgekosten zu sparen. Der Behandlungsbedarf wird dabei mit dem „Parodontalen Screening Index“ (PSI) festgestellt, einer Frühuntersuchung, die seit einigen Jahren von den Krankenkassen übernommen wird. Bei einer Behandlungsnotwendigkeit werden nach einer Reinigung der Zahnkronen und Beseitigung aller Störfaktoren auch die Wurzeloberflächen von diversen Ablagerungen und dem bakteriellen Biofilm befreit. Dies geschieht in der Regel mit grazilen Ultraschallinstrumenten. In den meisten Fällen kann diese mechanische Reinigung das weitere Voranschreiten der Erkrankung stoppen. In schwereren Fällen gibt ein Bakterientest Aufschluss über die Menge und die Art der beteiligten Bakterienspezies und ob eine zusätzliche lokale oder systemische antibakterielle Behandlung notwendig ist. Auch hier können wir eine Laserbehandlung als sanfte Alternative zur medikamentösen Behandlung anbieten. Ein engmaschiges Recall, verbunden mit einem speziell auf Sie zugeschnittenen Prophylaxeprogramm hilft dann im Anschluss, den Behandlungserfolg zu stabilisieren und ein Rezidiv zu vermeiden.

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